Mietminderung – wie geht man vor

Für die Beurteilung der Situation ist es wichtig, unabhängig ob man Mieter oder Vermieter ist, den Mietvertrag genau zu lesen. Im Mietvertrag ist genau definiert, wie der Sollzustand der Mietwohnung sein soll. Weicht der tatsächliche Zustand der Wohnung davon ab, besteht die Wahrscheinlichkeit eines Mangels. Aber nur dann, wenn die Wohnung von Mieter nicht so genutzt werden kann, wie es im Vertrag steht, hat er die Möglichkeit einer Mietminderung. Eventuelle Zusicherungen des Vermieters, die im Mietvertrag schriftlich fixiert wurden, können ebenfalls ein Grund für eine Mietminderung sein.

Trifft er zum Beispiel eine Aussage darüber, dass die Fenster ausgetauscht werden sollen und wurde die Aussage im Vertrag schriftlich fixiert, kann sich daraus ein Mangel entwickeln. Trotzdem gilt, dass eine Mietwohnung nicht immer auf dem neusten Stand der Technik sein muss. Im Gegenteil, ein Vermieter muss nur garantieren, dass ein Mindeststandard der modernen Wohnkultur gewährleistet ist. Dazu gehört zum Beispiel eine ausreichende Schalldämmung der Wohnung, die Stromversorgung usw. Über genauere Details können sie sich bei ihrer Rechtsanwaltskanzlei informieren.

Wichtig: In vielen Mietverträgen wird über verschiedene Klauseln versucht, das Mietminderungsrecht zu beschränken. Hierbei handelt es sich aber um ein nicht rechtmäßiges Vorgehen. Die Klauseln sind laut Gesetz unwirksam. Der Mieter kann nämlich nur dazu verpflichtet werden, kleine Schönheitsreparaturen durchzuführen.

Mietminderung – verschiedene Fälle

  • Lärm im Haus
  • Heizungsprobleme
  • Raumtemperatur
  • Umweltgifte
  • Wohnflächen mit falscher Bezeichnung
  • Haustierhaltung
  • Verkehrslärm
  • Prostitution in der Wohnung daneben
  • Stromausfall
  • Bauarbeiten
  • Ratten
  • Mäuse
  • Kakerlaken

Sollten Sie Probleme mit Ihrem Vermieter haben, kann Ihnen bei den ersten Fragen natürlich auch der Mieterschutzbund weiterhelfen.

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