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Parteienfinazierung, auch durch Kredite ?

Kredite - Finanzierung - Parteien

Unsere Parteien in Deutschland sind sozusagen eigenständige Dienstleistungsunternehmen. Die Summe der Dienstleistungen beträgt immer 100, die Parteien sind die Anbieter und das Volk entscheidet, zu welchem Anteil die jeweilige Partei die Dienstleistung Politik stellen darf. Somit arbeiten unsere Parteien auch mit Ein- und Ausgaben. Je erfolgreicher sie arbeiten, desto mehr Geld nehmen sie ein und desto mehr Geld können sie auch wieder in ihre Dienstleistung investieren. Wie nehmen die Parteien denn Geld ein? Jede Partei hat Mitglieder, die einen Beitrag bezahlen. Diese Beiträge summieren sich bei den größeren Parteien zu Millionenbeträgen. Bei einer Wahl kann eine Partei Geld verdienen, selbst wenn sie nicht über 5% der Stimmen kommt. Wenn sie über 10000 Stimmen kommt, dann erhält sie für jede gültige Stimme einen gewissen Betrag. Wenn zig Millionen Menschen wählen gehen, dann spült dieses auch Millionenbeträge in die Parteikassen. Zudem arbeitet jede Partei mit Spenden. Diese werden aus dem Volk oder von der Wirtschaft gezahlt. Es gibt nun die Parteien, die der Wirtschaft sehr gelegen kommen, dieses sind in Deutschland zuerst einmal die FDP, dann die CDU und CSU, danach die SPD und zum Schluss die Grünen. Die Linkspartei wird nicht aus der Wirtschaft unterstützt. Die Unterstützung von Seiten der Wirtschaft kann ein erheblicher Faktor sein. Unsere Wirtschaft entscheidet über diesen Weg mit, wer die meisten Wahlplakate kleben kann. Unsere sozusagen ungebundene Politik läst sich somit also doch kaufen denn auch nach den Wahlen wissen die Parteien noch, wer ihnen das Geld zugeschoben hat. Damit dieses auch wieder passiert muss natürlich die passende Politik gemacht werden. Eine Hand wäscht die andere. Somit verdienen unsere Parteien also Geld und geben auch Geld aus, für die Öffentlichkeitsarbeit, um Wähler zu mobilisieren. Die jeweiligen Parteien rechnen natürlich mit den Einnahmen und kalkulieren ihre Ausgaben entsprechend. Aber manchmal klappt das nicht so, wie es soll. Wie auch andere Unternehmen können dann auch die Parteien zu einem Kreditgeber gehen und Sicherheiten auf den Tisch legen, um einen Kredit auf zu nehmen. Dieses wird in der Öffentlichkeit aber nicht gerne zum Thema gemacht. Welche Partei möchte schon in Verbindung mit ihrem persönlichem Schuldenberg gesehen werden?

Die Parteien kalkulieren so, dass sie keine Schulden aufnehmen müssen denn dieses wird nicht so gerne gesehen und es würde die Aktivitäten der Zukunft merklich behindern. Aber jedes Unternehmen, also auch eine Partei kann sich verkalkulieren. Wenn das Geld verplant ist und nicht eingenommen wird, dann muss es von irgendwo her kommen, dann geht die Partei zur Bank und leiht sich das Geld. 1995 war ein sehr schlechtes Jahr für die CDU. 1998 hatte sie noch über 12 Millionen durch Spender eingenommen, ein Jahr später waren es nur noch 5,5 Millionen. Der Schuldenberg wuchs in diesem Jahr von 24 auf 34 Millionen DM an.

Wenn nun bedacht wird, dass unsere Politiker sich derzeit mit Steuerdefiziten von rund 50 Milliarden Euro abquälen, dann sind ein paar Millionen Euro Parteischulden nicht so drastisch. Aber diese Gelder helfen dennoch die Parteien liquide zu halten. Schlimmer noch wäre es, wenn ein ganzer Wahlkampf flach fallen würde, weil kein Geld mehr da währe. Dennoch ist die Verschuldung unserer Parteien ein ernst zu nehmendes Thema. Durch ihre Zahlungslast dem Kreditinstitut gegenüber verbaut sich eine Partei die Handlungsfreiheit für die Zukunft. Dieses weiß man in den Parteien und nimmt deswegen nur sehr ungerne Kredite auf. Die Nazis hingegen hatten gar keine Gewissensgebisse damit für ihre Partei Kredite auf zu nehmen. Sie nahmen das Geld, so wie sie es kriegen konnten. Innerhalb von nur wenigen Jahren hatten die Nazis einen gigantischen Schuldenberg angehäuft. Leider mit Erfolg, sie wurden gewählt und Hitler konnte die Macht an sich reißen. Was interessierten nun noch die Rekordschulden, wenn Hitler der Staat selber war? weitere Infos unter: http://de.wikipedia.org/wiki/Parteienfinanzierung